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So überwinden Sie Ihre Flugangst

Standard News-Bild von netzSpider
erstellt am: 20.09.2019
Die Angst vor dem Fliegen wird von Wissenschaftlern als Aviophobie bezeichnet dies gehört zu den Angststörungen. Prinzipiell ist Angst der wichtige Schutzmechanismus des Menschen.

Für viele Menschen ist Fliegen ein heikeles Abenteuer – sie lieben das Gefühl, sich in die Lüfte zu ebegeben, die immer kleiner werdende Landschaft aus dem Fenster zu beobachten und das Kribbeln im Bauch bei der Landung zu spüren. Was für die einen ein Nervenkitzel oder einfach Routine ist, stellt für andere ein blankes Horrorszenario dar. 10 bis 20 Prozent der Deutschen leiden nach Umfragen zufolge unter Flugangst. Der Hinweis, Flugzeuge seien die sichersten Verkehrsmittel, hilft den Betroffenen dabei nicht.

Doch heißt das, weil Sie Angst vor dem Fliegen haben, müssen Sie für immer darauf verzichten, exotische Länder zu bereisen oder Geschäftstermine im Ausland wahrzunehmen? Ganz sicher nicht, denn es gibt mittlerweile verschiedenste Methoden, um das Fliegen angenehmer zu machen oder die Flugangst dauerhaft zu überwinden.

Was ist Flugangst?

Die Angst vor dem Fliegen wird von Wissenschaftlern auch als Aviophobie bezeichnet und gehört zu den Angststörungen. Prinzipiell ist Angst ein wichtiger Schutzmechanismus des Menschen. In Anbetracht einer konkreten Gefahr hilft sie, die Sinne zu schärfen, ungeahnte Körperkräfte zu entfachen und damit einen Angriff oder eine Flucht vorzubereiten. So konnten sich die Menschen früher beispielsweise gegen wilde Tiere besser zur Wehr setzen.

Bei vielen Menschen treten Angstzustände aber auch in Situationen auf, die nüchtern betrachtet gar keine Gefahr für Leib und Leben darstellen – so zum Beispiel beim Anblick von Spinnen oder eben kurz vor einem Flug. Die Angst vor dem Fliegen kann sich ganz unterschiedlich äußern – die häufigsten körperlichen Symptome sind:

Geschärfte Sinne und gesteigerte Aufmerksamkeit
Herzrasen und erhöhter Blutdruck
Schweißausbrüche und Zittern
Nervosität und Schwindel
Magenschmerzen und Übelkeit
Zusätzlich verspüren Betroffene im Moment der Angst ein starkes Verlangen danach, sich aus der unangenehmen Situation zu befreien – zum Beispiel, indem sie den Flug kurzfristig stornieren. Pro Jahr werden in etwa 10 Millionen Flüge wegen Flugangst nicht angetreten.

Flugangst – Tabletten und andere Medikamente

Der einfachste Weg, um die Symptome zu lindern und so einen Flug erträglich zu machen, sind Tabletten und Medikamente gegen Flugangst. Aber Vorsicht! Bei der Einnahme dieser Tabletten sollten Sie ein paar wichtige Dinge beachten:

Medikamente lindern die Flugangst-Symptome nur kurzfristig. Sie helfen also keinesfalls dabei, die Flugangst zu therapieren.
Lassen Sie sich von einem Arzt beraten und die Vor- und Nachteile verschiedener Tabletten gegen Flugangst genau erläutern. Beruhigungsmittel können auf jeden Menschen unterschiedlich wirken, einige machen bei häufigerer Einnahme sogar abhängig.
Greifen Sie nicht auf dubiose Angebote aus dem Internet zurück. Der Verkauf von Fälschungen und gesundheitsschädlichen Substanzen ist hier keine Seltenheit.
Die meisten Tabletten gegen Flugangst sind verschreibungspflichtig, es gibt aber auch rezeptfreie Medikamente, die bei Flugangst eingesetzt werden. Mittel mit Baldrian, Melisse und Passionsblume wirken beruhigend, sind aber oftmals auch nicht vollkommen frei von Nebenwirkungen. Suchen Sie auch hier zuvor einen Arzt auf oder lassen Sie sich in der Apotheke beraten.

Flugangst therapieren

Wollen Sie Ihre Flugangst dauerhaft überwinden, helfen spezielle Therapien, die von Fluggesellschaften, privaten Unternehmen und Psychotherapeuten angeboten werden. Die Erfolgsquoten liegen dabei oftmals bei 70 bis 90 Prozent. Wenn Sie Ihre Flugangst therapieren lassen, läuft dies in einzelnen Schritten ab:

Informationen: Das wirksamste Mittel gegen irrationale Ängste sind Fakten. Deshalb werden die Teilnehmer des Seminars zuerst über die zuverlässige Technik im Flugzeug, häufige Wetterphänomene und die hochwertige Ausbildung der Piloten aufgeklärt. Sie erfahren beispielsweise, dass ein Flugzeug auch beim kompletten Triebwerksausfall noch lange Zeit weitersegeln und sicher landen kann.
Übungen: Um sich im Flugzeug trotz Flugangst und Turbulenzen entspannen zu können, zeigen die Kursleiter den Teilnehmern Routinen, die beim Stressabbau helfen. So unterstützen zum Beispiel Atemübungen und die progressive Muskelanspannung dabei, während des Flugs innerlich ruhig zu bleiben.
Konfrontation: Um die Angst vor dem Fliegen tatsächlich zu besiegen und nachhaltig zu überwinden, hilft nur eines: sich der Flugangst stellen! Das heißt, dass die Teilnehmer am Ende der Therapie und nach intensiver Vorbereitung unter Begleitung eines Psychologen selbst in ein Flugzeug steigen und abheben.
Übrigens: Die Uni Würzburg hat in der Vergangenheit bereits Tests durchgeführt, bei denen Probanden nicht einmal in ein Flugzeug steigen mussten, sondern nur eine Virtual-Reality-Brille aufsetzten. Mit dieser wurde ein Flug simuliert. Die Ergebnisse zeigen, dass dieses Mittel fast genauso gut funktioniert wie das Therapieren der Flugangst im echten Flugzeug.

Hypnose: Wundermittel gegen Flugangst?

Flugangst ist – wie die meisten Ängste – erlernt. Oftmals hat sie sich durch eine negative Erfahrung tief im Unterbewusstsein eingenistet. Um die Angst vor dem Fliegen wieder zu verlernen, schwören viele Betroffene von Flugangst auf eine Hypnosetherapie. Dabei werden Sie von einem Therapeuten in einen ruhigen, meditativen Zustand versetzt. Dann empfangen Sie psychologische Botschaften, die Ihnen helfen, Ihre Ängste auch nach dem unmittelbaren Therapieren der Flugangst zu überwinden.

Mit dem weit verbreiteten Bild von schwingenden Pendeln und Menschen, die dem Hypnotiseur willenlos und aufs Wort gehorchen, hat dies aber wenig zu tun. Sie bleiben während der gesamten Sitzung wach, ansprechbar und können sich danach an alles erinnern.

Tipps für einen stressfreieren Flug

Neben Therapien und Medikamenten gibt es noch zahlreiche weitere Möglichkeiten, um die Angst vor dem Fliegen zu mindern. Diese können Ihnen beispielsweise helfen, wenn Sie nur unter leichter Flugangst leiden. Ein paar Tipps zum Bekämpfen der Flugangst:

Vor dem Flug können Sie bereits Sitzplätze im Flugzeug reservieren. Suchen Sie sich hier Plätze heraus, an denen Sie sich wohler fühlen: Macht Sie vor allem die Enge nervös, wählen Sie einen Platz mit mehr Beinfreiheit oder am Mittelgang. Auf den Plätzen direkt über den Tragflächen bekommen Sie hingegen am wenigsten von Turbulenzen mit, deshalb sind diese in der Regel am besten für Menschen mit Flugangst geeignet.
Kommen Sie ausgeschlafen und mit gefülltem Magen zum Flughafen. Essen Sie aber vor Abflug nichts Schweres, sondern eher leichte Kost. Auf Kaffee und Alkohol sollten Sie verzichten. Trinken Sie stattdessen vor und während des Flugs regelmäßig Wasser.
Informieren Sie das Bordpersonal über Ihre Flugangst. Das klingt zunächst nach einer peinlichen Situation, kann aber durchaus helfen. Die Stewardessen und Stewards sind darin geschult, Passagieren mit einer Angst vor dem Fliegen beizustehen und ihnen den Flug so angenehm wie möglich zu machen.
Sorgen Sie für Ablenkung und vermeiden Sie Langeweile. Nehmen Sie sich ein gutes Buch und Kopfhörer mit, um Ihre Lieblingsmusik zu hören. Die vertrauten Lieder beruhigen und übertönen zudem beunruhigende Außengeräusche des Flugzeugs.

Mentales Training anwenden

Ja ganz genau, es sind die Gedanken, die einen verrückt machen. Diese Horrorgeschichten oder Filme in denen es crasht, sorgen bei vielen Urlaubern für Ängste. So auch bei mir. Ich habe aber bewusst gelernt, diese negativen Gedanken rund ums Fliegen komplett auszublenden, eine sogenannte STOPP-Technik. Stattdessen rede ich mir ein, das Fliegen gar nicht so schlimm ist wie viele denken. Ein Satz, der mich dabei immer begleitet und irgendwie im Kopf hängen geblieben ist: Das Flugzeug ist eines der sichersten Verkehrsmittel. Ich sage mir: Wenn tausende Stewardessen und Piloten jeden Tag auf der ganzen Welt fliegen, dann nutzen sie ein ganz normales Verkehrsmittel. Es ist nichts anderes als ein Bus oder eine U-Bahn. Diese Einstellung zum Fliegen lässt mich meine Flugangst sehr gut überwinden. Ich mache mir quasi positive Gedanken was das Fliegen angeht und es funktioniert tatsächlich.

Den Körper trainieren

Damit sind bestimmte Atem- und Muskelübungen gemeint. Kommt dieses seltsame Verengungsgefühl in der Brust, hole ich erst einmal tief Luft und atme langsam aus. Schnelle und hektische Atmung sind hier fehl am Platz. Erst durch die Nase tief einatmen und dann durch den Mund ganz langsam wieder ausatmen. Das normalisiert meinen Atemrhythmus. Außerdem achte ich darauf, dass ich bequem sitze. Der nächste wichtige Punkt auf meiner Liste: Nicht verkrampfen. Stattdessen den Sitzplatz im Flugzeug so gemütlich wie möglich gestalten. Ein kleines mitgebrachtes Kissen, ein Jäckchen oder die Schulter des Partners nutzen, um bequem Platz zu nehmen. Ob Kurz- oder Langstreckenflüge – bequemes Sitzen und gesunde Beinübungen sind ein absolutes Muss

Was tun bei Langeweile?

Einer meiner wichtigsten Tipps zum Überwinden der Flugangst. Es ist eigentlich ganz simpel. Merke ich einen Hauch von komischem Gefühl, greife ich sofort zu meiner Frauenzeitschrift, die ich mir zuvor am Flughafen gekauft habe. Ich schaue mir die bunten Schuhe, Taschen und Kleider an und schon bin ich abgelenkt. Ziehe über den einen anderen Look her und denke mir „Was für ein Outfit trägt die denn heute?“. Wo war ich doch gleich zu Hause auf der Couch oder im Flieger? Ich hab’s in der Tat vergessen. Ach übrigens, wusstet ihr wie Modedesigner Guido Maria Kretschmer mit der Flugangst umgeht? Habe ich die Zeitschrift durch, gibt’s immer noch mein Buch, in das ich mich vertiefe, meinen Mp3-Player oder ich texte einfach meinen Partner zu, ob es ihm gefällt oder nicht. Ich bitte ihn, sich mit mir intensiv zu unterhalten, schließlich geht es ja um mein Wohlbefinden. Solange wir das im angemessenen Ton machen, stört sich niemand daran und mir geht’s gut.


Bewusst Trinken & Essen im Flugzeug

Ich esse und trinke im Flugzeug fast immer das gleiche. Für mich immer mit an Bord eine kleine Flasche Wasser, die ich vorher im Duty Free gekauft habe. Dabei ist es wichtig, dass es wirklich Wasser ist, also kein süßes, kohlensäurehaltiges oder koffeinhaltiges Getränk wie Cola, Alkohol oder Kaffee. Einfach nur klares Wasser. Merke ich wieder ein panisches Gefühl während des Fliegens, greife ich zu meiner Wasserflasche und nehme einen kleinen Schluck. Bitte nicht alles auf einmal trinken. Schon geht’s mir besser. Auch ein kleiner Keks oder eine kleine Chipstüte helfen wahre Wunder in solchen Fällen. Auch immer mit auf Reise ist eine Kaugummi-Packung. Ein frischer Kaugummi wirkt sehr befreiend und lässt mich wieder normal atmen.

Einmal ist keinmal

Das ist tatsächlich wahr. Je mehr ich fliege desto leichter fällt es mir. Ich habe mich an das Fliegen gewöhnt und ich weiß, dass es nichts außergewöhnliches ist, sondern etwas tagtägliches. Ich bin letztes Jahr insgesamt 5 Mal geflogen. Es waren immer Kurzstreckenflüge von 1 bis 2 Stunden, die ich mit Bravour gemeistert habe. Zwischen den Flügen habe ich keinen großen Abstand gehalten, so dass es für mich das normalste der Welt geworden ist. Peu à Peu habe ich das Fliegen gelernt.


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